Bandgeschichte

Braintertainers on tour7/7

Inzwischen ist aus den Gigs der Braintertainers eine Reihe wiederkehrender Rituale geworden: Etwa alljährlich bei den Lindauer Psychotherapiewochen im historischen Bahnhof der Insel, beim größten Psychiater- und Nervenärztekongress in Berlin und bei der Frankfurter Buchmesse. Die Braintertainers spielten im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags in Bonn und in den Hallen des Akademischen Gesangvereins in München, bei der Eröffnungszeremonie des Europäischen Psychiatriekongresses in Riem im Februar 2010, beim traditionellen Psychiaterfest in der altehrwürdigen Nußbaumstraße in München im Sommer 2012. Ein Höhepunkt war die Aufnahme eines Videoclips im legendären Funkhaus in Berlin an einem grauen Novembertag, im ungeheizten ehemaligen Sendesaal, was zu einem kollektiven Bronchialkatarrh der Band führte. Aufgezeichnet wurde "Blue Bossa" von Ken Doherty, klimatisch hätte "Ain't no sunshine" besser gepasst – ein weiterer Lieblingssong der Braintertainers. Die gibt es nun seit 2002, geübt wird immer circa zweimal im Jahr, getreu ihrem Motto "Wer übt ist feige und fällt seinen Kameraden in den Rücken" und mit wachsender Tendenz – etwa fünf mal pro Jahr öffentlich gespielt, zumeist auf Veranstaltungen, die etwas mit Geist und Gehirn zu tun haben. Das Repertoire erstreckt sich von Zickenjazz (Ice Cream, When the Saints go marching in), Jazz-Standards (Basin Street Blues, Autumn Leaves, Sunny Side of the Street, Blue Bossa) und moderneren Nummern (Just the two of us, Time after Time) zu Pop und Soul (Dock of the bay, Ain't no sunshine when she's gone) bis hin zu Oldies und schreckt selbst vor Italo-Rock wie Marina, Volare und Azzuro nicht zurück. Es geht den Musikanten dabei weniger um originalgetreues Covern als vielmehr um das Dopamin-System (ihr eigenes als auch das der Zuhörer) und dessen Aktivierung durch eigenwillige und (oft auch für sie selbst) überraschende Interpretationen.

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